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In Dünen liegender Akt, 1923, Leimfarbe auf Rupfen, 87 x 108 cm |
Dieses Gemälde
stellt eine auf dem Boden liegende Figur, zwischen Dünen (warme Farben des
Sandes) und Pflanzen (Grün und Dunkelgrün).
Dieses Gemälde
erweckt eine tiefe Abgeklärtheit in mir. Ich bin der Meinung, dass diese
geheimnisvolle Person, entweder schläft, oder weint.
Falls sie
schläft, wird ein Eindruck von Ruhe und Still hervorgehoben. Falls sie weint, kennzeichnet
es eher eine sehr enge Verbundenheit mit der Natur, dass heißt weit von der
Menschengesellschaft entfernt.
Ich glaube, dass
jeder, der dieses Gemälde sieht, dieses Gefühl verstehen kann. Wir haben alle
einmal das Bedürfnis empfunden, sich zu isolieren, zum Beispiel um
nachzudenken.
Mit Empfindungen
ist das Werk des Expressionisten Otto von Müller eng gekoppelt:
Er entwickelt „träumerisch-entrückte
Figurenbilder und atmosphärische Ansichten von Akten in der Landschaft“.
Hier stellt
Müller eine natürliche Einheit zwischen Natur und Mensch dar, durch eine
Harmonie der Natur- und Körperformen sowie durch eine besondere Farbenpalette.
Nicolas